Du bist kreativ und alles, was Du berührst, verwandelt sich!

Du bist kreativ und alles, was Du berührst, verwandelt sich!

Neurobiologisch findet sich von frühester Kindheit an eine Plastizität des Gehirns, das sich selbst organisierend in ständigem kreativem Austausch mit der Umwelt steht. Schon Säuglinge nehmen Reize aus der Innen- und Umwelt wahr und verarbeiten sie aktiv. Deshalb wird davon ausgegangen, dass schon sehr kleine Kinder ihre Welt unbewusst „komponieren“.
Diese Fähigkeit bleibt bis ins hohe Erwachsenenalter erhalten. Also wie wäre es, wenn Du diesmal auf eine ungewohnte Art anwendest: bei den alltäglichen und somit fast unbewussten Bewertungen, die jede Erfahrung begleiten. Sei kreativ und erschaffe Veränderung in Deinem täglichen Erleben!

Ja, Bewertungen sind Grundlagen unseres menschlichen Zusammenseins und unser Verstand bewertet alles und jeden, permanent. Um Situationen einzuschätzen, um Vergleiche ziehen zu können und um möglichst schnell handlungsbereit zu sein. Wir bewerten uns, wir bewerten andere und irgendwann gibt es nichts mehr, was einfach nur betrachtet oder gesehen wird. Wir betrachten alles durch die Brille der Bewertungen, einschließlich uns selbst und oft genug bemerken wir dies nicht einmal. Dabei ist es auch nicht von Belang, ob es eine gute oder eine schlechte Bewertung ist. Der Verstand versucht, gleichwohl alles zu vereinfachen und zu beschleunigen. Doch irgendwann hat jede Optimierung ihre Grenzen: in dem Moment der Einmaligkeit! Der Verstand erschafft eine Parallelwelt. Eine Welt, in der er sich selbst definiert über Bewertungen und über Leistungen und all das ist ein ungeheuer kreativer Akt. 

Es ist Liebe, es ist Magie – wir alle bauen uns unsere Welt, wie sie uns gefällt – obwohl das keiner so sagen würde. Die internen Bewertungen sind oft: „Das wollte ich nicht.“, „Das ist schlecht.“ oder „Das ist furchtbar.“ An diesem Punkt können wir realisieren, dass die Bewertung unser Gefühl / Fühlen bestimmt. Du wirst, was Du denkst. Wir richten unser Fühlen fast immer nach den Bewertungen aus und in einer Gesellschaft, wo wir seit Babyjahren bewertet werden, bleibt das Fühlen jenseits der Bewertungen oft verborgen. Wir haben gelernt, uns erst zu bewerten und dann zu fühlen. Fühlen jenseits von Bewertung erscheint für uns unmöglich.

An dieser Stelle kommt Deine Kreativität ins Spiel. Stell Dir vor, Du bist in einer unangenehmen Situation, Du fühlst Dich schlecht, bist traurig, wütend oder auch frustriert. Die Erfahrung passt also zu dem, was Du fühlst. Nun probiere folgendes aus: Entscheide Dich für einen kurzen Moment, Dich einfach glücklich zu fühlen, freudig, entspannt, zufrieden oder wonach auch immer Dir gerade ist. Ohne jegliche weitere Zutat wird sich Dein Erleben verändern – einfach so. Die Situation, in der Du bist, ist immer noch die gleiche und auch nicht. Die äußeren Umstände haben sich recht wahrscheinlich nicht geändert, Dein Fühlen hat sich definitiv verändert, wenn auch nur für einen Augenblick. Und Deine Bewertung? Diese kann Dir nun als Bewertung bewusst werden, sie ist keine universelle Wahrheit mehr und bestimmt auch nicht über das, was Du fühlst. Du hast also Dein Fühlen von Deiner Bewertungsebene entknüpft.
Dieser kleine Schritt eröffnet uns die Welt in einer neuen Sichtweise.