Von den Träumen

Von den Träumen

„Wir können unsere Träume nicht fristlos entlassen“ – gehört vor vielen, vielen Jahren einem Freund und Mentor. Was ein schönes Erinnern und welch eine Erhabenheit in diesem nüchternen Satz!
 
So wie ein Vogel im Morgengrau der Sonne in freudiger Erwartung entgegenruft, sind wir die Träumer, die sich von ihrem Traum rufen lassen! In dieser Welt des Traumes ergibt es Sinn. Die Welt ist so, weil wir sie uns so erträumt haben – nicht, weil sie so ist. Dieser kreative Akt zwischen Schöpfung, Schöpfer und Geschöpften ist das, was Leben ausmacht. Obwohl keine Trennung vorhanden ist, scheint alles auf alles zu antworten – so lange, bis wir den Schleier hinfort ziehen und erkennen, dass wir all das sind. Nichts ist losgelöst und dennoch alles definiert. Jeder wird sich in jeder einzelnen Rolle schon begegnet sein.

Doch wer sind wir dann? Wer schöpft? Wer ist Schöpfer? Wer ist Geschöpf? Erst die Träume bringen all das in ein neues und unerwartet verleugnungsfreies Licht.

Wage zu träumen! Wage es das Größte von Dir zu sein und auch das Kleinste – jenseits der Polarität – und in der Schöpfung wird sich alles begegnen, bis dort nichts und niemand mehr ist, der sich begegnen kann…

Jenseits von Urteilen – da, wo sie uns oft nicht mehr erreichen – in der Traumwelt – ist nicht nur deswegen alles möglich: vom Schlimmsten bis zum Besten. Hier gelten gängige Verwicklungen in Beurteilungen und Verurteilungen nicht, hier ist der Ort, wo alles jenseits davon betrachtet wird. Zu oft werden sie als unrealistisch, abgehoben, als absurd abgetan!
Mit welchem Recht? Menschen mit Angst vor Veränderung, mit Angst vor Freiheit werden vielleicht kein Interesse an den Träumen haben – alle anderen werden dem Ruf folgen! Sie sind das Tor zur Schöpfung. Sie setzen die Energien frei jenseits unserer Vorstellung für ein neues Morgen im Jetzt. Denn dort ist ALLES IMMER JETZT.